Tausend-Canker-Krankheit (Geosmithia morbida)

Diese Pilzkrankheit verursacht in den USA ein Walnusssterben. Die Pilzsporen werden von Borkenkäfern der Art Pityophthorus juglandis übertragen. Der Schadorganismus ist auch bereits in Europa eingeschleppt.

Wirtsbaumart und deren Verbreitung in Österreich: Alle Walnussarten + Flügelnuss - ganz Österreich aber selten im Wald

Risiko der Einschleppung nach Österrecih: Groß bei Importen von geringwertigem Holz (Holzabfälle, Hackschnitzel mit Rinde aus Nord- und Mittelamerika; Schwarznuss-Furnierstämme aus den USA stellen weniger Gefahr dar, weil das Holz hohe Qualität hat; Vorsicht bei Lieferungen innerhalb der EU; in Italien ist die Krankheit und der Käfer vorhanden. Die  Pflanzenpasspflicht für Nussholz (Juglans sp.) gilt in der gesamten Europäischen Union.

Risikobetriebe: Furnierwerke; Holzindustrie, wenn Hackschnitzel importiert werden.

Überwachung/Kontrollen: Auf Welkesymptome und Stammnekrosen am Wald- und Wegrand eventuell in Auwäldern achten; Borkenkäferspuren an Ästen und im oberen Stammbereich. Da der Käfer jedoch nur 1,5 bis 2 mm groß ist, wird ein Initialbefall häufig übersehen.

Einsatz von Fallen: Der Einsatz von Borkenkäfer-Pheromonfallen die mit dem Aggregationspheromon von Pityophthorus  juglandis  geködert sind wird ab April bis Ende Sommer im Umkreis von Risikobetrieben empfohlen.  Der Wirkstoff des Köders ist Prenol (3-Methyl-2-buten-1-ol). Einige andere Borken- und Ambrosia-Käfer-Arten können in den Fallen gefunden werden, weil sie auf dieselben Köder reagieren, wenn auch in geringer Anzahl, weil sie nicht von Walnussarten leben. Die Fallen sollten in der Nähe von, aber niemals auf Wirtsbäumen aufgestellt werden, um einen Befall eines nicht befallenen Baumes oder Astes durch P. juglandis zu vermeiden.

Link zur EFSA Survey Card von Geosmithia morbida

 

Veröffentlicht am 19.08.2021, Bundesamt für Wald