Pechkrebs der Kiefer (Fusarium circinatum)

Fusarium circinatum (Synonym: Gibberella circinata) ist ein Unions-Quarantäneschädling, der in Spanien und Portugal über Pflanzmaterial eingeschleppt  wurde. Es handelt sich um einen pathogenen Schlauchpilz, der die Pechkrebserkrankung vor allem bei Kiefern hervorruft.  Wirtspflanzenarten sind in der gesamten EU verbreitet und das Klima ist für die Etablierung des Schädlings in fast dem gesamten EU-Gebiet geeignet, besonders gefährdet sind jedoch die wärmeren Regionen.

Wirtsbaumart und deren Verbreitung in Österreich: Alle in Österreich verbreiteten Kiefernarten  und Douglasie sind gefährdet.

Risiko der Einschleppung nach Österreich: Hoch; Forstliches Vermehrungsgut unterliegt strengen Regelungen, da die Pilzkrankheit auch über Saatgut verbreitet werden kann, muss auch dieses beim Import und Verbringen untersucht werden. Die vorwiegend in den Südstaaten Nordamerikas, Mittel- und Teilen Südamerikas auftretende Krankheit ist auch bereits in Südeuropa eingeschleppt und verbreitet, deshalb ist auch auf den Pflanzentransport innerhalb der EU zu achten. Der Durchführungsbeschluss (EU) 2019/2032 regelt die Maßnahmen innerhalb der EU und die Anforderungen für den Import und das Verbringen. Der Pilz gelangt durch Wunden im Pflanzengewebe in die Wirte, die Sporen verbreiten sich auf natürliche Weise durch Wind, Spritzwasser oder Insekten.

Risikobetriebe: Baumschulen, die Kiefern und Douglasien produzieren und handeln.

Überwachung/Kontrollen: Auf Harzfluss an Krebsstellen achten, auch Triebsterben als Folge einer Infektion sind Kennzeichen der Krankheit. Die visuelle Kontrolle ist vor allem in der Nähe von Baumschulen durchzuführen. Bei Befallsverdacht nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Bundesforschungszentrum für Wald auf.

Link zur EFSA Survey Card für Fusarium circinatum

Veröffentlicht am 19.08.2021, Bundesamt für Wald