Asiatischer Moschusbockkäfer (Aromia bungii)

Diese aus Asien stammende Bockkäferart  ist in Europa in Italien und in Deutschland eingeschleppt worden und schädigt dort vor allem Obstbäume der Gattung Prunus. Möglicherweise wurde der Schädling mit Verpackungsholz, Holz oder Großpflanzen nach Europa eingeführt. 

Wirtsbaumarten und deren Verbreitung in Österreich: Prunus-Arten sind in Österreich weit verbreitet, auch die im Wald vorkommende Vogelkirsche wird als Hauptwirtsbaum eingestuft. Besonders gefährdet sind Obstbäume wie Pfirsich, Marille und Zwetschke die in Österreich weit verbreitet sind.

Risiko der Einschleppung nach Österreich: Groß bei Importen von Verpackungsholz, Großpflanzen und Holz aus Asien

Risikobetriebe: Obstplantagen, Baumschulen, Lagerplätze von Verpackungsholz aus Asien (z.B. Stein-, Fliesen- und Metallwaren-Importeure )

Überwachung/Kontrollen: Auf kugeligen Bohrmehlauswurf am Stamm achten, er wird aber erst bei späteren Larvenstadien sichtbar. Larven erreichen eine Länge von bis zu 5 cm. Ausbohrlöcher sind ebenso wie die frischgeschlüpften, tagaktiven, dunklen Käfer mit ihrem charakteristischen roten „Nacken“, die an Früchten ihren Reifungsfraß machen, deutlich sichtbar. Die adulten Käfer erreichen eine Körperlänge ohne Fühler von  ca. 3 cm.

Einsatz von Fallen: Der Einsatz von Pheromonfallen hat sich nicht bewährt.

Link zur EFSA Survey Card für Aromia bungii

Veröffentlicht am 19.08.2021, Bundesamt für Wald