Chinesischer Zitrusbockkäfer (Anoplophora chinensis)

Diese aus Asien stammende Bockkäferart wurde mit Bonsaipflanzen und Pflanzen zum Anpflanzen in den letzten Jahren in Europa eingeschleppt. Er schädigt zahlreiche Laubbaumarten und verbreitet sich vor allem im urbanen Bereich. 

Wirtsbaumart und deren Verbreitung in Österreich: Zahlreiche Laubbaumarten besonders gefährdet sind  Ahorn, Platane, Birke, Buche, Hasel, Rosskastanie, Hainbuche, Apfel, Pappel; in China wird auch Citrus befallen (deshalb der Name), in Europa sind Zitrusarten keine primären Wirtspflanzen. Eine Verbreitung im Wald ist meist eine Folge von nicht erfolgreicher Bekämpfung im urbanen Bereich.

Risiko der Einschleppung nach Österreich: Groß bei Importen von Bonsaipflanzen und typischen Gartenpflanzen wie z.B. der Fächerahorn Acer palmatum.

Risikobetriebe: Baumschulen, Gärtnereien, Gartenshops, Baumärkte, Bonsaiverkäufer.

Überwachung/Kontrollen: Visuelle Kontrollen entlang von Gartencentern und Laubholz-Baumschulen. Achten auf Kreisrunde Ausbohrlöcher mit einem Durchmesser von 1-1,5cm  und Bohrspäne am Stammansatz. Die Larven erreichen nach meist 2 jähriger Entwicklung im Holz eine maximale Länge von 5cm. Die Käfer haben eine Körperlänge von ca. 3cm mit 1,7- bis 2-mal so langen Fühlern bei den Männchen und etwa Körperlangen Fühlern bei den Weibchen.  Käferflug von Mai bis September.

Spürhunde: Bei Einsatz von Spürhunden ist die Kontaktaufnahme mit dem Bundesforschungszentrum für Wald erforderlich.

Einsatz von Fallen: Der Einsatz von Pheromonfallen wird derzeit nicht empfohlen. 

Link zur EFSA Survey Card für Anoplophora chinensis

 

Veröffentlicht am 19.08.2021, Bundesamt für Wald