Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis)

Diese aus Asien stammende Bockkäferart wurde mit unbehandeltem Verpackungsholz in den letzten Jahren in vielen Ländern der Welt eingeschleppt. Der Käfer schädigt zahlreiche Laubbaumarten und gilt weltweit als einer der gefährlichsten Baumschädlinge. 

Wirtsbaumart und deren Verbreitung in Österreich:  zahlreiche Laubbaumarten besonders gefährdet sind Österreich  Ahorn, Pappel, Weide, Birke und Rosskastanie; in China werden vor allem Pappelplantagen befallen. Eine Verbreitung im Wald ist meist eine Folge von nicht erfolgreicher Bekämpfung im urbanen Bereich.

Risiko der Einschleppung nach Österreich: groß bei Importen von bestimmten Waren aus China, die mit Einweg-Paletten und anderem Holzverpackungsmaterial, das nicht vorschriftsmäßig behandelt wurde, transportiert werden. Auch Holz oder Großpflanzen können vom ALB befallen sein

Risikobetriebe: Steinimporteure, Baumärkte, Containerterminals wo Paletten gelagert werden.

Überwachung/Kontrollen: Visuelle Kontrollen entlang von Risikobetrieben. Achten auf Kreisrunde Ausbohrlöcher mit einem Durchmesser von 1-1,5cm; Saftfluss an Eiablagestellen  und Bohrspäne am Stamm im Bereich des Kronenansatzes. Die Larven erreichen nach meist 2 jähriger Entwicklung im Holz eine maximale Länge von 6 cm. Die Käfer haben eine Körperlänge von bis zu 3,7 cm mit 1,7- bis 2-mal so langen Fühlern bei den Männchen und etwa Körperlangen Fühlern bei den Weibchen.  Käferflug von Mai bis November.

Spürhunde: Bei Einsatz von Spürhunden ist die Kontaktaufnahme mit dem Bundesforschungszentrum für Wald erforderlich.

Einsatz von Fallen: Der Einsatz von Pheromonfallen wird derzeit als nicht sehr effektiv angesehen. 

Link zur EFSA Survey Card für Anoplophora glabripennis

 

Veröffentlicht am 19.08.2021, Bundesamt für Wald