Gelbgepunkteter Eichenprachtkäfer (Agrilus auroguttatus)

Der gelbgepunkteter Eichenprachtkäfer ist in den USA und Mexiko verbreitet und verursacht dort vor allem in Kalifornien schwere Schäden an Eichen durch den stammumfassenden Fraß der Käferlarven im Bastgewebe. Er ist in der Europäischen Union als Quarantäneschadorganismus gelistet und im Überwachungsprogramm inkludiert, weil aufgrund der großen Verbreitung der Eichen als Wirtsbaumarten in Europa eine Einschleppung fatale Folgen haben könnte.

Wirtsbaumart und deren Verbreitung in Österreich: Potentiell gefährdet sind alle Eichenverbreitungsgebiete in Österreich

Risiko der Einschleppung nach Österreich: Relativ gering, weil nur wenige Rundholzlieferungen aus dem Südwesten der USA und Mexiko erfolgen; zu beachten sind Hackschnitzel und andere Brennholz Sortimente ohne Baumartenangaben.

Risikobetriebe: Holzindustrie, Furnierholzbetriebe, wenn sie aus dem Verbreitungsgebiet Importe empfangen bzw. wenn Hackschnitzel importiert werden.

Überwachung/Kontrollen: Eichen entlang von Waldrändern bei Risiko-Betrieben im Sommer; kränkelnde, wipfeldürre Eichen mit D-förmigen Ausbohrlöchern am Stamm.  Probenahme  während der Vegetationszeit; Ausbohrlöcher sind ganzjährig sichtbar; Flugzeit im Mai bis Juli. 

Einsatz von Fallen: Es gibt für Fallen noch keinen spezifischen Lockstoff. Violette Klebe-Fallen sollten kurz vor oder zu Beginn der Flugperiode im Mai aufgestellt und zweiwöchentlich überprüft werden. Da die Fangmethoden von Agrilus auroguttatus immer vor allem bei niedriger Populationsdichte nicht sehr effektiv sind, sollte mehr Aufwand betrieben werden, um den am besten geeigneten Ort für die visuellen Kontrollen zu finden (insbesondere in der Nähe von Risikostandorten).

Link zur EFSA Survey Card von Agrilus auroguttatus

Veröffentlicht am 19.08.2021, Bundesamt für Wald