Kiefernsplintholznematode (Bursaphelenchus xylophilus)

Der Kiefernholznematode  Bursaphelenchus xylophilus zählt zu den weltweit gefürchtetsten Forst- Schadorganismen. Der Schadorganismus verursacht massenhaftes Kiefernsterben vor allem in den wärmeren Regionen, wie z.B. in Portugal. Bei großflächigem Befall ist noch in keinem Land eine erfolgreiche Bekämpfung und Ausrottung des eingeschleppten Schädlings gelungen. Der Nematode wird von Bockkäfern der Gattung Monochamus verbreitet.

Wirtsbaumart und deren Verbreitung in Österreich: Gefährdet sind alle heimischen Nadelholzarten, besonders Weiß- und Schwarzkiefer.  In den wärmen Landesteilen mit Sommermitteltemperaturen von mehr als 20°C ist die Gefahr der Ausbreitung besonders groß.

Risiko der Einschleppung nach Österreich: Sehr groß; Verpackungsholz und Holz  aus den USA, Kanada, China, Fernostasien aber auch aus Portugal und den angrenzenden Regionen Spaniens. Pflanzen zum Anpflanzen stellen zwar lokales Risiko dar, sind aber streng geregelt.

Risikobetriebe: Holzindustrie und Lagerplätze von Verpackungsholz aus Nordamerika und Asien (z.B. Stein-, Fliesen- und Metallwaren-Importeure); bei Baumschulen muss man auf welke Kiefern achten.

Überwachung/Kontrollen: Welkesymptome, absterbende Kiefern oder anderes Nadelholz wie Tanne oder Lärche beachten. Der Höhepunkt des Käferfluges ist im Sommer. Es ist sehr wichtig, dass als Folge von Borkenkäfermassenvermehrungen Bockkäfer wie Monochamus vermehrt auftreten können.

Einsatz von Fallen: Für den Vektor Monochamus sind schwarze Teflon beschichtete Pheromonfallen   mit käuflich erwerbbaren Lockstoffen im Umkreis von Importbetrieben und Lagerplätzen einzusetzen. Da mit dem Locksstoff auch heimische Monochamus Bockkäfer gefangen werden, ist es nicht zu empfehlen, die Fallen im Wald aufzustellen wenn keine symptomatischen Kiefern vorhanden sind. Die Vektoren werden auf Nematoden überprüft.

Link zur EFSA Survey Card für Bursaphelenchus xylophilus

Veröffentlicht am 07.05.2021, Bundesamt für Wald